1963 lernte ich, damals noch
im Vorschulalter, einen Ort kennen, den meine Eltern ein Jahr zuvor für
sich entdeckt hatten.
(Playa de) Cunit, eine Ansammlung
von wenigen Bungalows direkt am Strand des Mittelmeers gelegen.
Damals noch ein echtes Abenteuer,
gab es doch zu Beginn weder Strom noch fliessend Wasser, aber dafür
Natur pur und unverbaut, wilde Hunde, den schönsten Strand der Welt
;-)
und eine ebenso kleine wie
gemütliche Strandbar, welche Zentrum der Kommunikation und des Lebens
war.
Dazu die Anreise, 18 Jahre
nach Kriegsende quer durch ein Frankreich ohne Autobahnen hinein in ein
Land, welches fest unter der Herrschaft von Francisco Franco stand und
diktatorisch geführt wurde.
...und das alles mit vier
Erwachsenen und einem Kind in einem 34 PS starken VW Käfer.
Neben diesem Bungalowdorf,
welches fest in deutscher Hand war und von den Stuttgarter Familien Haug
und Biesinger gegründet wurde, gab es nur den historisch gewachsenen
Ortskern weiter nördlich sowie (später, weiss noch wer, wann?)
den Campingplatz Mar de Cunit. Diesen gibt es bis heute.
Wer ihn erst kürzlich
neu entdeckt hat, dem sei gesagt, dass die Moniereisen in den Säulen
am Eingang bereits Anfang der 70er Jahre in den Himmel zeigten. Man kann
sie schon fast als Wahrzeichen begreifen :-)
Ansonsten gab es kilometerweit
nichts als unberührte, unbebaute Natur.
Ich habe die Entwicklung
des Ortes weitgehend mit eigenen Augen verfolgen dürfen und war in
diesem Jahr (September 2007) zum 46. Mal zu Gast.
Aber was ist Cunit eigentlich?
Eigentlich nur ein kleiner
Ort an der Küste der Costa Daurada, gelegen ca. 45 Autominuten südlich
(siehe Definition im Impressum) von Barcelona und 20 Minuten nördlich
von Tarragona entfernt in Katalonien (Catalunya).
Per Auto erreicht man Cunit
bestens über die AP-7 (Abfahrt Calafell), per Bahn nutzt man den Regionalzug
ab Barcelona (eigener Bahnhof, Dauer ab Barcelona Sants ca. 1 Stunde, Kosten
im Jahr 2007 für beide Richtungen ca. 6,50 Euro), per Flugzeug Charter
nach Tarragona oder Girona oder Linie bis Barcelona.